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Pressemitteilungen

Claudia Roth befahl noch 2015 im Bundestag:
„Für Mittelmeer-Flüchtlinge aufstehen!“

Ein System symbiotisch verschränkter Parasiten zur optimierten Ausbeutung ein und desselben „Stück Scheiße“ hält es für pietätlos, wenn dem gewaltsamen Tod eines deutschen Mädchens gedacht wird – und sei es auch nur eine Minute lang. Es bemerkt nicht einmal seine Doppelmoral:

Claudia Roth als Vizepräsidentin des Bundestags wörtlich:

Ich rufe den Zusatzpunkt 1 auf: Vereinbarte Debatte "Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer"

Für diese Debatte ist eine Stunde vorgesehen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, bevor wir mit unserer Arbeit beginnen, darf ich Sie bitten, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Darum bitte ich auch die Gäste hier in unserem Haus.

(Die Anwesenden erheben sich)

Der Deutsche Bundestag und die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sind zutiefst betroffen über das Schiffsunglück im Mittelmeer, bei dem in der Nacht zum Sonntag vermutlich mehr als 800 Menschen – Frauen, Männer, Kinder – ums Leben kamen. Die Opfer kamen aus Afrika und aus den Ländern des Nahen Ostens. Sie hatten sich auf der Flucht vor Kriegen, vor Gewalt, vor Armut, vor Hunger, vor politischer und religiöser Verfol- gung auf den Weg nach Europa gemacht.

Das Unglück mit seinen zahlreichen Opfern ist die schwerste Flüchtlingskatastrophe in einer langen Reihe von ähnlichen tödlichen Unglücken, bei denen in den vergangenen Jahren bereits Tausende Menschen ihr Le- ben verloren haben. Angesichts des großen Leids, das sich beinahe täglich im Mittelmeer ereignet, sind wir – insbesondere wir als verantwortliche Akteure in Poli- tik und Gesellschaft – mehr denn je aufgefordert, alles in unserer Macht Stehende zu tun, damit sich diese tragi- schen Ereignisse nicht wiederholen. Wir hoffen sehr – das hoffen wir alle –, dass der morgen anstehende Gip- fel zur Flüchtlingspolitik Maßnahmen zur Verhinderung derartiger Katastrophen auf den Weg bringen wird.

Der Deutsche Bundestag trauert mit den Angehörigen der Opfer, mit ihren Familien, mit ihren Freunden, Freundinnen und allen, die ihnen nahestanden. Wir drü- cken ihnen unser tief empfundenes Mitgefühl aus.

Sie haben sich zu Ehren der Opfer von Ihren Plätzen erhoben. Ich danke Ihnen von Herzen.

(Die Anwesenden nehmen wieder Platz)

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